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Leinen / Schutzumschlag 182 Seiten ISBN 978-3-943304-28-2

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Raphael

Orphik und Initiationsüberlieferung

Die Orphik entstand, als die vorherrschende »homerische Religion« in der griechischen Antike ihre Funktion verlor. Die Figur des Orpheus steht somit in einem Kontext der Transformation und Erneuerung des Bewusstseins. Seit der Orphik spricht man von etwas Göttlichem im Menschen, von der »Göttlichkeit« der Seele und ihrem »Fall«, aber vor allem verankert sich in Europa die metaphysische Anschauung des höchsten Seins.

Raphael präsentiert die Orphik gemäß der Überlieferung und hebt dabei den metaphysisch-initiatischen Aspekt hervor, der in den beiden Orpheus-Mythen gegenwärtig ist: Tod und »Abstieg in die Unterwelt«. Der Mythos ist keine Phantasterei, sondern ein Symbol, das als kathartisches Element eine echte Erfahrung erzeugen kann.

Was kann die Orphik dem heutigen Menschen anbieten – eine Philosophie, die auf den ersten Blick weit zurückliegend erscheint, aber in Wirklichkeit die Basis des gesamten spekulativen Denkens des Westens ist? Orpheus erneuerte den degradierten und zu einem Aberglauben reduzierten Dionysoskult, er enthüllte Wahrheiten einer geistigen Ordnung, verfasste mit der Musik eine Wissenschaft des Ritus und der Zahl und gründete die Kleinen und Großen Mysterien. Die orphische Überlieferung ist laut Raphael die erste wahrhaft metaphysische Anschauung im Westen und kann sogar als nicht-dual (advaita) gelten, weil sie nur das Sein als absolut wirklich erachtet – mit Dionysos als einer universalen Darstellung. Ohne Orpheus hätte Parmenides nicht das höchste Sein, Plotin nicht das absolute Eine und Platon nicht die Welt der Ideen und das Eine-Gute konzipieren können.

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